Meine Geschichte Pt. IX

Die Luxemburgerin hat mich also zum Arsch gemacht. Zwei, drei Freundinnen parallel. Eine wusste, dass sie nur zweite Geige spielt.

Ich hab sie alle betrogen.

Und dann halt sie.
Da schaltete was im Kopf um.
Überredungskünste, sie zum Chattertreffen zu überreden.

Sie meint, ich hätte ausgesehen, wie in so einem Comic. Herzchen in den Augen.
Geknutscht haben wir nach einer Stunde. Was danach kam ist Chat-Historie. Und Ken und Isa geschuldet. Also insbesondere Isa.

Tja…
Der Rest ist Geschichte.
Sie wurde die Mutter meiner Tochter.

Das war/ist meine Geschichte.
Es gibt zwei Frauen in dieser Geschichte, die coole Kumpel waren. Die eine war eine echte Drecksau und rülpste schlimmer als die Kerls und ich war nie mit ihr im Bett.
Die andere schenkte mir eine Tochter.

Das war also meine Geschichte.
Danke für’s lesen.

flattr this!

Meine Geschichte Pt. VIII

Die Luxemburgerin hat was in mir zerschlagen. Dazu kam die Augsburgerin, die über mich versuchte an meinen Kumpel ranzukommen.
Gut… Ich hab zu dem Zeitpunkt nicht nur sie im Bett gehabt.

Hm ja, ich war das typische männliche Arschloch. Deluxe! Zwei, drei Frauen parallel. Die Luxemburgerin hat echt was zerbrochen. Ein „Hab dich lieb“ bedeutete gar nichts mehr. Hauptsache ich konnte mit ihr ins Bett.

Und dann kam sie…

flattr this!

Meine Geschichte Pt. VII

Ja, also die Luxemburgerin. Die Frau, die mich zum Arschloch machte (dazu später mehr).

Ja, auch sie lernte ich beim chatten kennen. Irgendwann spontan hingefahren. War ein tolles Wochenende. Getrennte Betten. Das spielt eine Rolle, das mit den getrennten Betten.
Sonntags nach Hause. Sofa. Schmetterlinge im Bauch. Sie hat sie auch. Also, die Schmetterlinge. Sagt sie. Und die berühmten drei Wörter. „Hab Dich lieb!“ Diese Wortwahl wird später noch entscheidend sein.

Weiterlesen

flattr this!

Meine Geschichte Pt. VI

Ja, die Luxemburgerin. Die Frau, die mich zum Arschloch gemacht hat.

Aber auf die Geschichte müsst ihr noch warten. Da gab es ja noch die Nürnbergerin. Hmm… Das entwickelte sich schon seltsam. Chatten, Blödsinn labern. Virtuell zusammen ein Erkältungsbad nehmen. Klingt komisch? Ist auch so. Damals gab es die Frage ob mit CS Counter Strike oder Cyber Sex noch nicht.

Tja nun, es waren sehr, sagen wir mal, intensive Chats. Womit sie mich sprachlos gemacht hat? Das war ein sehr trockener Kommentar.
Sie: „Was machst du gerade?“
Ich: „Ich spiel mit meinem Ohrring.“
Sie: „Ich mit meinem Intimpiercing.“
Ich war sprachlos. Meine Kodderschnauze blieb einfach stehen.

Damit war aber klar: Wir mussten uns sehen. Treffen auf halber Strecke in Augsburg. Nach ihrer Selbstbeschreibung erwartete ich ein 150*150 Paket. Zu sehen bekam ich ein bildhübsches Mädchen. Wir hatten beide einen Buddy dabei. Die sich übrigens auch mochten.

Kaffee trinken, labern…

Weiterlesen

flattr this!

Meine Geschichte Pt. V

Ja nun. Also ein paar Jahre Single. Mittlerweile gab es Internet und Chats.
Die Abende waren also gerettet. Und die Chattertreffen waren toll.

Die kleinen Chattertreffen insbesonders. Sie war für eine Woche zu Besuch. War fast wie eine Ehe. Ich kam aus dem Büro, das Essen war fertig, ich bekam einen Kuss. Sie war fast zehn Jahre älter als ich. Aber Wow!

Abends chatten, Doppel-Nick. Ab ins Bett. Nein, kein Sex. Kuscheln, knutschen, umdrehen, schlafen.

Wir haben später noch oft im gleichen Bett gepennt und keinen Sex gehabt.

Dann war da diese Luxemburgerin.
Der erste Besuch bei mir mit ihrem Kumpel. TV gucken. Ihr Kopf auf meinem Bauch, meine Hand auf ihrem. Auf eine gewisse Art schon intim.
Ihr Kumpel flüsterte mir später zu, das so nah noch kein Kerl an sie herangekommen wäre. Hui. Das sagt ja doch was aus, oder?

Wochen später war sie wieder zu Besuch. Ich hab ihr mein Bett angeboten, ich wollte das Sofa nehmen. „Hast Du Angst vor mir?“ war ihre Frage.
Nein, wir waren brav.

Tja, die Luxemburgerin. Dazu muss ich wohl mal mehr schreiben.

Ich muss ja den Spannungsbogen aufrecht halten.

flattr this!

Meine Geschichte Pt. IV

Kehren wir zurück zur Frau mit der Sonnenbrille.

Wir haben zusammen gefunden. Also uns. Bis wir dann…

Egal, bis dahin war eine schöne, interessante Zeit.

Nun ja, ich hab die potenzielle Schwiegermama kennengelernt. Ihr Kommentar zu meiner Kunst zu fressen ohne dick zu werden? „Ein guter Hahn wird selten fett.“
Ihr Vater? Gott sei Dank konnte ich über Fußball mitreden. Nur das mit dem Verein war so eine Sache.

Das war also das. Wunschschwiegersohn-Stempel in der Fresse. Aber wie war das so im Bekannten- und Freundeskreis?

Sagen wir mal so: Einige Zimmernachbarinnen waren neidisch.
Allerdings nicht unbedingt immer auf mich. Die Wände im Wohnheim waren aber auch dünn.

Tja, das mit dem Bett teilen… Da war ich leider nicht der Einzige.

Hupps, das war jetzt ein Sprung, nicht wahr?

Der letzte Abend vor der letztendlichen Trennung war seltsam, auf Details gehe ich mal nicht ein, jugendfrei war es nicht. Ja nun ja, sie hat mir am nächsten Tag den Verlobungs-Ring zurück gegeben. Ich hab sie heulend am Bahnhof stehen lassen. Nachdem ich sie 400 km durch die Gegend gekarrt habe.

Wir waren danach übrigens gute Freunde. Also auf Kumpelbasis. Saufen gehen ja, vögeln nein. Hat irgendwie funktioniert. Bei mir wahrscheinlich auch aus anderen Gründen.

Die Verlobungsringe habe ich übrigens damals in die Haaren geworfen.

Und die Erkenntnis, dass nicht nur Männer fremdgehen.

flattr this!

Meine Geschichte Pt. III

Ich spring mal einige Jahre zurück. Die Frau mit der Sonnenbrille gab es noch nicht.

Es gab da so eine Zeit ohne Handy und Internet. Und wir teilten uns den Klassenraum mit einer Mädchenklasse.

Und irgendwann hatten mein Kumpel und ich Zettel im Schlampermäppchen.

Woaah… Das war cool. Wir tauschten also Zettel aus. Hmm, schon sehr freche Zettel.

Man hat sich nie gesehen. Nur Zettel geschrieben. Das war toll. Und schön.

Tja, dann haben wir uns gesehen.

Sie war nicht hässlich. Eigentlich war sie ganz niedlich. Und sie, ich war nicht
mein/ihr Typ. Obwohl sie braune Augen und dunkle Haare hatte.

Zettel ausgetauscht haben wir dennoch weiter.

War schon schräg. Relativ intime Nachrichten austauschen, im echten Leben Kumpel sein.

Mein Kumpel hatte übrigens mehr Glûck.

flattr this!

Meine Geschichte Pt. II

Ihr erinnert Euch an die Frau mit der Sonnenbrille? Ja? Wir haben uns wochenlang nicht gesehen. Was eine Kunst ist, wenn man im selben Haus wohnt und die gleiche FH besucht.

Und dann saß sie da. Auf der Treppe. Und zerrte mich an meiner Kette zu sich runter. Und knutschte mich ab.

Der Heimweg, normalerweise 10 Minuten, zog sich hin.
Frauen: Bodies sind eine Scheißerfindung, wenn ihr einen Kerl aufreissen wollt, dann nein.

Hmm ja, es ist dann jeder in sein Bett gegangen. Und ja, der Bodie war auch schuld.

Der nächste Morgen? War schon komisch. Man lief sich zwangsläufig über den Weg. Was man voher nie geschafft hat. Distanzierte Nähe.

Wer den Ausschlag gab? Das waren die Mädels aus ihrer WG. Ich sollte die Mädels zum shoppen fahren. Und ja, sie war auch dabei.

Die Mädels mussten das wohl ein wenig forcieren. Also, das mit ihr und mir.

Ich hab die Nacht nicht in meinem Bett verbracht. Aber wir waren brav und züchtig.

Tja, und damit nahm die Geschichte ihren Lauf.

flattr this!

Meine Geschichte Pt. I

Wir waren im Phantasialand. Große Clique. Und sie stand auf einmal da. Mit dieser undurchdringlichen Sonnenbrille. Und es war klar, die nächste Achterbahnfahrt nur zusammen in einem Wagen.

Denkste. Da mogelt sich jemand anderes dazwischen. Versaut den Tag. Danach keine Chance mehr. Zumindest im Phantasialand nicht.

Später… dazu später mehr.

flattr this!

Meine persönliche Wiedervereinigung

25 Jahre. Genau genommen 24 Jahre Wiedervereinigung. Wie hab ich sie wahrgenommen? 89 Klassenfahrt nach Berlin. Da war die Grenze mehr oder weniger offen.
90 dann einfach so rüber. War alles fein. Aber ansonsten war mir das eigentlich egal. Gut, wir waren auf einmal ein Staat, man hörte plötzlich sächsisch und das überall.

Meine persönliche Wiedervereinigung, wenn man es denn so nennen möchte, fand später statt. Sie kam aus Schwerin und war meine Freundin. Da habe ich den ‘Osten’ kennen gelernt. Das war ein Erlebnis. Die Freundin und der Osten. Ja, es gibt Unterschiede zwischen West und Ost. Welche genau überlasse ich Eurer Phantasie.
Sie zeigte mit Schwerin. Ich fühlte mich teilweise nach 1945 versetzt.
Später, Deutschland war lange eins und dennoch getrennt, also ich von der Freundin, habe ich eine sehr gute Freundin kennen gelernt. Aus Magdeburg. Sie zeigte mir ihre Stadt.
Wieder 1945. Aber diesmal im Wechsel mit 1994.

Bei mir ist die Wiedervereinigung emotional vorbei gelaufen. Ja, Genscher, Botschaft, Ausreise, toll. Ich war 16. Sadeth war interessanter. Mit der ist übrigens nie was geworden.

Wirklich wahrgenommen habe ich die Wiedervereinigung erst durch die Frau mit der Sonnenbrille (dazu später mehr).

89/90 war mir also relativ egal. Erst 93/94 wurde interessant.
Heute ist ein Tag, an dem man sich erinnert. Wie man den Mauerfall erlebt hat. Keine Ahnung. Ich weiß es nicht. Ich erinnere mich nur an den kaputten Osten. Jahre später.

Ach ja… Und an… Aber das geht euch nichts an.

So oder so, es ist toll, dass es die Wiedervereinigung gab. Ohne sie hätte ich einiges verpasst. Freunde, Erlebnisse.

flattr this!